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RECHT - Was wirklich über den Erfolg entscheidet ...
 
 

RECHT – Was wirklich über den Erfolg entscheidet ...
 
Ulrich B. lag im Streit mit seinem Nachbarn D.. Ein relativ banaler Grund, die Hecke war diesem zu hoch und zu breit. Deshalb forderte er B. durch seinen Anwalt auf, dies vorschriftsmäßig in „Ordnung zu bringen“.
Die übliche anwaltliche Drohung ließ der Schriftsatz auch nicht vermissen: „Wenn Sie bis zum ... dies nicht in der beantragten Form in Ordnung bringen, werden wir Klage beim .... einreichen.
Ulrich B. legte diesen Schriftsatz wiederum seinem Anwalt vor und dieser erläuterte B., dass er dazu nicht verpflichtet sei, denn die Hecke befände sich .... usw. usw.
 
Was wurde hier übersehen?
 
Wären die Anwälte nicht Anwälte, die davon leben, dass Menschen oftmals recht unkommunikativ sind, hätten sie vermutlich zum schlichtweg einfachen Gespräch geraten.
Aber Anwälte leben nun einmal von diesem Mangel, es ist sozusagen ihre Geldquelle, denn sie müssen denken, wie ein Wirtschaftsbetrieb halt denken muss, an die Einnahmeseite....
 
Das kann man Anwälten nicht verübeln, auch nicht, dass sie deshalb eher im Sinne von Konfliktverschärfung, als Konfliktreduzierung denken.
 
Dies zu erkennen, fällt ausschließlich in den Verantwortungsbereich derer, die einen Anwalt beauftragen!
 
Aber ich bin doch „nur“ Laie, der Anwalt ist der „Profi“ ...
 
Dazu bedarf es nun wirklich keiner besonderen rechtlichen Kenntnisse, das ist reine „zwischenmenschliche Spiel-Praxis“.
 
C. und B. sind Nachbarn und die wissen eigentlich sehr genau, wie wichtig ein harmonisches Nebeneinander ist, zumal wenn man so dicht beieinander lebt.
 
Schon die Idee, dass irgendwann einmal eine Hecke größer wird und irgendwie deren Entwicklung „bearbeitet“ werden müsste, muss einen Vorlauf von mehreren Jahren gehabt haben. Da soll es nicht möglich sein, sich einfach einmal zusammenzusetzen und dazu eine Lösung zu finden – wenn man es will ...
 
Der eine schneidet dieses Jahr, der andere im folgenden Jahr – so einfach kann Leben sein – wenn man es will ...
 
Die Absicht entscheidet ...
 
Der Fall mag banal sein, andere „Rechtsfälle“ mögen „komplizierter“ klingen – aber sind sie es wirklich?
 
Am Grundschema ändert sich eigentlich wenig, die „Kontrahenten“ sind immer gern bereit, ihre Verantwortung an andere abzugeben.
Was in solchen Fällen die Anwälte sind, ist in anderen Fällen ein anderer (vermeintlicher) „Helfer“, vielleicht das Sozialamt, die Krankenkasse oder was immer auch dazu dient, die Verantwortungs-Verweigerung für das eigene Leben zu kompensieren.
 
So, wie es in unserem Fall weder C. noch B. eigentlich um die Hecke, sondern vielleicht um Neid oder andere Formen des Mangels ging, geht es bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder in anderen Rechtsfällen auch eigentlich kaum um die Erscheinung, sondern um das, was eigentlich dahinter steht. ...
 
Und das ist meist irgendeine Form des Mangels. Eine der häufigsten Formen von Mangel ist fehlendes Selbstwertgefühl oder eine der vielen Formen von Angst.
 
Wer in der Absicht lebt, sich immer zunächst auf sein eigenes Wohlbefinden zu konzentrieren, erkennt leicht, wie sehr die Abgabe von Verantwortung Wohlbefinden immer aufs Neue behindert.
 
Das ist nur natürlich, denn LEBEN ist ohne Lebensverantwortung zwar möglich, aber führt nie zu einem erfüllten Leben.
 
Wann immer möglich – in welchen Bereichen auch immer denkbar, gleich ob im Privatleben, im Unternehmen, Beruf oder Gesellschaft, es gilt der Grundsatz:
 
Rechtfertige dich nie – übernimm aber Verantwortung!
 
Dies Verständnis ist in unserer Gesellschaft leider nicht üblich, mit ein Grund, warum es so viele Anwälte und Gerichtsverfahren gibt.
 
Was nicht „üblich“ ist, muss aber nicht richtig sein. Wer sich rechtfertigt, egal, wie sehr er oder sie sich auch „im Recht“ meinen, sie richten sich immer in solchen Momenten auf einen Mangel aus. Und aus einer Mangelposition kann man nur mehr vom Gleichen anziehen, mehr negative Dinge oder Situationen.
 
Das ist GESETZ – natürlich nicht Gesetz im Sinne, wie wir dies verstehen, sondern universell geltend.
 
Bewirkt durch: Das mächtigste Gesetz des Universums, das GESETZ der ANZIEHUNG.
 
Wobei wir zugleich auch bei dem Problem unseres kleinen Fallbeispiels wären: Beide Personen, der C. sowohl wie der B. werden letztlich nicht zu den eigentlichen Gewinnern zählen können.
 
Je mehr sie den anderen beschuldigen (negativ denken und fühlen), umso mehr werden sie Negatives anziehen – das ist GESETZ.
 
Und das gilt auch für Anwälte! Kein Grund also Anwälte zu beneiden?
 
Alles spricht dafür, alles zu tun, um selbst und einvernehmlich Konflikte zu lösen – wie: Indem sich alle Beteiligten über die Richtung ihrer Gedanken klar werden.
 
Und die sind immer richtig, wenn beide dabei gute Gefühle verspüren!
 
Zeichnet sich da etwa auch ein neues Selbstverständnis im Anwaltsberuf ab?
 
Jeder hat das Potenzial zum LebensStar ... auch Du!